Wenn sich der Kreis beinahe schließt und alles seinem gewohnten Lauf folgt, entsteht plötzlich ein Riss im Muster. Kein Bruch, eher ein bewusst gesetztes Innehalten. In diesem schmalen Zwischenraum tritt etwas hervor, das nicht bleiben will, sondern nur kurz berührt. Warm genug, um aufzufallen. Fremd genug, um nicht sofort einzuordnen zu sein.
Es ist kein Höhepunkt und kein Neubeginn – eher ein stilles Intermezzo, das man leicht überhören könnte, wenn man nicht aufmerksam ist. Doch genau dieser Moment verschiebt die Perspektive, verändert den Blick auf das Vertraute, das danach wieder einsetzt.
Wer nur dem Erwartbaren folgt, wird ihn verpassen.
Wer den Zwischenraum hört, versteht, warum er da ist.
