Weggefährten der Nacht,
ein schwerer Schleier der Stille hat sich in letzter Zeit über diese Pforten gelegt. Die Oberfläche mag ruhen, kalt und scheinbar reglos, doch lasst euch von dieser Leere nicht täuschen. Im Verborgenen atmet das Werk weiter. Wir sind keineswegs untätig.
Der Tribut an das grelle Licht
Das profane Räderwerk der Zeit fordert momentan seinen Tribut. Die Pflichten des zermürbenden Alltags – unsere regulären Wege im grellen Tageslicht – verlangen unerbittlich nach Raum. Sie rauben Zeit und zehren an der Kraft, sodass diese digitale Zuflucht vorerst in einem Dämmerschlaf weilen muss.
Ein rastloses Weben im Schatten
Doch der kreative Puls steht niemals still. Er pocht weiter, tief drunten. Wir weben unaufhörlich am schwarzen Gewand unseres aktuellen Albums, das Stück für Stück aus der Dunkelheit emporsteigt. Doch die Kunst ist ein unruhiger Geist, ein steter Wandel, der sich nicht in eiserne Fesseln zwingen lässt. Neben den Klängen des neuen Albums gebären wir fortwährend Neues: Zeilen aus Tinte und Sehnsucht, flüchtige Rhythmen und rohe Demosongs, die wie ferne Echos durch unsere Gedanken hallen.
Warum wir die Geister nicht aussperren
Wir vernehmen die stummen Gedanken mancher von euch: „Bannt euren Geist, fokussiert euch einzig und allein auf das Album.“
Glaubt uns, unser Herzblut fließt genau dorthin. Doch wer aus den Schatten schöpft, weiß, dass sich die Inspiration nicht kommandieren lässt. Manchmal manifestieren sich Melodien und Fragmente in den Köpfen, die sich gewaltsam ihren Weg bahnen wollen. Sie kratzen an den Wänden des Verstandes und müssen hinaus in die Nacht – auch wenn sie nicht zum aktuellen Werk gehören. Wir dürfen und wollen diese flüchtigen Visionen nicht abweisen. Wir müssen sie einfangen und bannen, bevor sie auf ewig verwehen und vergessen sind.
Habt Dank für eure Ausdauer und euer Warten im Dunkeln. Die gegenwärtige Stille ist nur das trügerische Luftholen, bevor der nächste Sturm über uns hereinbricht.
Bleibt uns nah.
